Die Beweggründe, die junge Menschen anfragen lassen, ob sie einige Zeit mit den Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in Bolivien, Brasilien oder Rumänien leben, arbeiten und beten können, sind verschieden. Dennoch gibt es eine gemeinsame Grundlage: „Missionarinnen / Missionare auf Zeit“ sind keine Entwicklungshelfer, sondern Lernende. Sie bilden eine Brücke zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Kontinente – im Einsatz und nach ihrer Rückkehr. Ziel des Projektes ist, dass „Missionarinnen / Missionare auf Zeit“ ihre Erfahrungen nach der Rückkehr in unsere Gesellschaft einbringen und in ihrem Umfeld zur Bewußtseinsbildung beitragen.
Das Projekt geht auf eine Anregung junger Menschen auf dem Katholikentag 1980 zurück und wird von mehreren Ordensgemeinschaften durchgeführt. Junge Männer und Frauen können in der Regel 12 Monate lang mit den Schwestern in Bolivien, Brasilien oder Rumänien leben und bei den vielfältigen Aufgaben mitwirken. Einsatzfelder sind beispielsweise Kindertagesstätten und Kinderheime der Ordensgemeinschaft; zudem helfen sie bei der Pastoral- und Sozialarbeit. Durch die Teilhabe am religiösen Leben der Schwesternkommunität und der Ortskirche bekommen die „Missionarinnen / Missionare auf Zeit“ Raum und Zeit, intensive Glaubenserfahrungen zu gewinnen.
