Schwester Maria Cornelia Koch feierte im Juli 2015 ihr 50-jähriges Ordensjubiläum. Bis 2006 hat sie im Bergkloster Bestwig gewohnt und den heilpädagogischen Kindergarten „Arche“ in Meschede-Heinrichsthal geleitet. Bolivien hatte sie in den Jahren 1999/2000 kennen gelernt, als sie dort an einem Einführungskurs in die Montessori-Pädagogik mitarbeitete. „Schon damals hatte ich die Kinder unter den Schubkarren oder neben den Ladentheken der Markthändler beobachtet. Den Eltern blieb kaum Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen. Da wuchs in mir der Wunsch, hier etwas zu tun.“ „La Cancha“ ist nicht nur ein Markt in Cochabamba, es ist auch der größte Markt Lateinamerikas. Viele Händler, vor allem die mit dem kleinsten Angebot, bringen ihre Kinder mit auf den Markt. An und unter den Marktständen verbringen Säuglinge und Kleinkinder den ganzen Tag im Staub der Straßen.Mehr erfahren »
Seit einigen Monaten erhalten wir tatkräftige Unterstützung durch die Pastoralreferentin und Sozialarbeiterin Sabine Stephan in der aufsuchenden Sozialarbeit in den Stadtrandvierteln der brasilianischen Stadt Leme.
Frau Stephan berichtet von ihren Eindrücken…
Ich bin inzwischen schon wieder fast 2 Wochen hier in Leme und konnte bei vielen Familien Hausbesuche machen und ihre Situation kennen lernen. Nach wie vor (und sogar mehr denn je) sind täglich viele Leute vor Schwester Maria Ludwigis Tür und bitten in den unterschiedlichsten Nöten um Hilfe (heute sind es 65).
Menschen vor der Tür zu Sr. Maria Ludwigis
Mir sind bei den Besuchen die vielen Mädchen aufgefallen zwischen 14 Jahren und „dem ersten Kind“. Wer die Schule beendet hat, sitzt in der Regel zu Hause. Viele würden gern studieren oder einen Beruf lernen, haben aber das Geld nicht (monatlich 1000 Real, das entspricht ca. 286 Euro). Sie sparen fürs Studium, arbeiten zum Teil zu Hause mit beim Fertigen von Kleinteilen für Elektrogeräte und bekommen für 1000 Teile mit 3 Tagen Arbeitszeit gerade mal 4,50 Real. Aus ihrem Umfeld kommen sie somit gar nicht raus bzw. haben vor Beginn des Studiums dann doch schon das erste Kind.
Sonntag habe ich einige von den Mädchen eingeladen. Wir haben viele Osterkörbchen gebastelt für die Kinder der Patenfamilien und andere, gespielt und zusammen Kaffee getrunken.
Schon das „Eingeladen werden“ war ihnen eine Freude und die Augen strahlten. Es kann ein kleiner Anfang sein, sie ein bisschen aus ihrem Umfeld heraus zu holen und nochmal eine andere Verbindung zu den Familien herzustellen, die durch Schwester Maria Ludwigis schon so positive Erfahrungen mit den Schwestern gemacht haben. Die jüngeren Geschwister wären am liebsten auch mitgekommen. Sie alle erleben ja auf unterschiedliche Weise schon viel Schweres. In 14 Tagen treffen wir uns wieder (übrigens im Museum).
Zur Zeit regnet es hier viel. Das ist gut für die Erde, da alles ausgetrocknet ist. Beim Fahrrad Fahren bekomme ich auf diese Weise kräftige Duschen ab, denn es schüttet oft wie aus Eimern.
Der Portugiesischkurs geht täglich voran.
Übrigens lernen jetzt drei Kandidatinnen samstags eine Stunde deutsch. Und Schwester Elia will morgen beginnen. Mal sehen, wie weit wir kommen.
Ihnen nochmal ganz herzliche Grüße
Gottes guten Geist Ihnen allen
Ihre
Sabine Stephan
Der Sauerlandkurier berichtete am Freitag, 10.04.2015 über die Erfahrungen von Julian Mönxelhaus in unserem Kinderdorf Aldea Cristo Rey in Bolivien. Lesen Sie mehr über seinen Aufenthalt und seine Eindrücke.
Mit einer schönen Idee zum Erfolg – Connext erläuft 30.000 Euro für Stiftung Vivendi
Am Karsamstag haben sich in Paderborn beim Osterlauf Tausende die Laufschuhe geschnürt. Die Traditionsveranstaltung, die weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt ist, wird immer beliebter bei jung und alt. Kleine und große Läufer und Läuferinnen beteiligen sich jedes Jahr mit großem Eifer und zunehmender Freude am Osterlauf.
In der Einzelwertung des Osterlauf-Firmencups wurde in 37:58 der dritte Platz erreicht. Damit hatte im Vorfeld niemand gerechnet und so konnten aufgrund guter Wettquoten und etwas „Aufrundung“ der Stiftung Vivendi 30.000,– € überwiesen werden.
Ich hätte selbst auch nicht auf mich gewettet … Viele Grüße, Jörg Kesselmeier
Das ist wirklich eine tolle Sache, wenn ein engagiertes Team so etwas auf die Beine stellt – Ideen mit Sinn und mit all dem Gutes zu tun.